Selektiver Mutismus

Unter dem Begriff selektiver Mutismus (lat. mutus = stumm) versteht man eine emotionale Störung, die meist im frühen Kindergartenalter beginnt und durch soziale Ängste hervorgerufen wird. Die betroffenen Kinder sprechen nicht, obwohl sie körperlich dazu in der Lage sind. Bestimmte soziale Situationen, Orte oder Menschen verschlagen ihnen die Sprache. Der Zusatz „selektiv“ (auswählend) deutet darauf hin, dass sie nicht vollständig verstummen, sondern den Ort aussuchen, an dem sie schweigen. Oft reden sie zu Hause mit einem Elternteil oder mit Geschwistern, bleiben aber in der Kita, der Schule oder gegenüber anderen Personen sprachlos. In der Medizin wird die psychische Erkrankung mittlerweile als Angststörung klassifiziert. Die Begriffe selektiver und elektiver Mutismus werden dabei synonym verwendet.

Was ist selektiver Mutismus?
Wissenswertes für Eltern
Zum Buch.pdf (3.07MB)
Was ist selektiver Mutismus?
Wissenswertes für Eltern
Zum Buch.pdf (3.07MB)

Die Not der Betroffenen wurde lange Zeit verharmlost und als bloße Schüchternheit abgetan. Ihre Stummheit wurde oft als aktive Verweigerung oder gar passive Aggression gewertet und nicht als unfreiwilliges Unvermögen, sich in definierten Situationen verbal zu äußern. Ein Kind mit selektivem Mutismus entscheidet sich nicht aktiv, gegenüber anderen Menschen nichts zu sagen, es kann einfach nicht.


Hier Videos zum Thema, leider nur aus dem süddeutschem Raum. Wer Links vom NDR hat, kann mich gerne kontaktieren.





 
 
 
 
E-Mail
Anruf
Karte
Infos